Strategie & Planung

Dayparting — Was ist das?

Dayparting ist die zeitliche Steuerung von Google Ads Kampagnen, bei der du bestimmst, an welchen Wochentagen und zu welchen Uhrzeiten deine Anzeigen geschaltet werden. Dadurch optimierst du dein Budget und erreichst deine Zielgruppe genau dann, wenn sie am kaufbereitesten ist.

Ausführliche Erklärung

Dayparting, auch Ad Scheduling genannt, ist eine der mächtigsten Optimierungsstrategien in Google Ads, die viele Advertiser unterschätzen. Du kannst damit nicht nur festlegen, wann deine Anzeigen laufen, sondern auch Gebotsanpassungen für verschiedene Zeiträume vornehmen - zwischen -90% und +900%. Ein klassisches Beispiel aus der Praxis: Ein Münchener Pizzaservice schaltet seine Anzeigen nur zwischen 11:00-14:00 Uhr und 17:00-22:00 Uhr, weil außerhalb dieser Zeiten kaum Bestellungen eingehen. Dadurch spart er täglich etwa 40% Budget, ohne Umsatzverluste zu erleiden. Für B2B-Unternehmen ist Dayparting besonders wertvoll, da Entscheider hauptsächlich während der Geschäftszeiten aktiv sind. Eine Wiener Software-Firma erhöhte ihre Conversion-Rate um 60%, indem sie ihre Gebote montags bis freitags von 9:00-17:00 Uhr um 50% erhöhte und nachts komplett pausierte. Aber Vorsicht: Google zeigt dir Daten in der Zeitzone deines Kontos an, nicht der Kampagne. Bei deutschlandweiten Kampagnen ist das kein Problem, aber wenn du in der Schweiz sitzt und deutsche Kunden ansprechen willst, musst du die Zeitverschiebung berücksichtigen. Besonders interessant wird Dayparting bei saisonalen Geschäften. Ein Berliner Gartencenter nutzt aggressive Gebotserhöhungen an Samstagen (+200%) und reduziert montags auf -70%, weil die Kaufbereitschaft an Wochenenden dramatisch höher ist. Mobile vs. Desktop zeigt oft unterschiedliche Dayparting-Muster: Mobile Suchanfragen sind abends und am Wochenende stärker, Desktop dominiert während der Arbeitszeit. Smart Bidding Strategien wie Target CPA berücksichtigen bereits automatisch Tageszeiten-Performance, aber manuelle Anpassungen können die Ergebnisse zusätzlich verbessern. Ein häufiger Fehler ist es, Dayparting zu früh einzusetzen - sammle mindestens 2-4 Wochen Daten, bevor du Zeitpläne erstellst, sonst basieren deine Entscheidungen auf zu wenigen Datenpunkten.

Praxis-Tipp: So nutzt du Dayparting richtig

Analysiere zunächst 4-6 Wochen deine Stunden- und Wochentag-Performance unter 'Dimensionen' → 'Zeit' → 'Stunde des Tages' und 'Wochentag'. Achte dabei auf Conversion-Rate und CPA, nicht nur auf Klickzahlen. Starte mit moderaten Anpassungen von ±20-30% statt extremen Änderungen - du kannst später nachjustieren. Für lokale Unternehmen: Berücksichtige Feiertage und Schulferien in deiner Planung, da sich das Suchverhalten drastisch ändert. Teste bewusst auch 'schwache' Zeiten mit kleinen Budgets - manchmal entdeckst du günstige Nischen mit wenig Konkurrenz.

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