Device Targeting — Was ist das?
Device Targeting ermöglicht es dir, deine Google Ads gezielt auf bestimmte Gerätetypen auszurichten - Computer, Tablets oder Smartphones. Du kannst dabei Gebotsanpassungen vornehmen oder bestimmte Geräte komplett ausschließen.
Ausführliche Erklärung
Device Targeting ist eine der wichtigsten Targeting-Optionen in Google Ads, da sich das Nutzerverhalten je nach Gerät stark unterscheidet. Während Nutzer am Desktop oft länger recherchieren und höhere Warenkörbe haben, suchen Mobile-Nutzer häufig nach lokalen Geschäften oder kaufen spontaner ein. In Deutschland nutzen bereits über 60% der Nutzer hauptsächlich mobile Geräte für ihre Suchanfragen.
Bei der Einrichtung kannst du für jedes Gerät individuelle Gebotsanpassungen festlegen - von -90% bis +900%. Ein typisches Beispiel: Ein B2B-Software-Anbieter könnte Desktop-Gebote um +50% erhöhen, da hier die Conversion-Rate deutlich höher ist, während Mobile-Gebote um -30% reduziert werden. Umgekehrt würde ein Restaurant Mobile-Gebote erhöhen, da hier oft nach 'Restaurant in der Nähe' gesucht wird.
Besonders wichtig ist Device Targeting im E-Commerce. Viele Online-Shops stellen fest, dass mobile Nutzer zwar häufiger klicken, aber seltener kaufen - oft liegt das an nicht optimierten mobilen Websites. Hier macht es Sinn, zunächst die Mobile-Gebote zu reduzieren und parallel die Website zu optimieren.
Tablet-Nutzer verhalten sich oft ähnlich wie Desktop-Nutzer, haben aber meist kleinere Zielgruppen. In Österreich und der Schweiz ist der Tablet-Anteil traditionell etwas höher als in Deutschland, was bei internationalen Kampagnen berücksichtigt werden sollte.
Ein häufiger Fehler ist es, Device Targeting zu ignorieren und alle Geräte gleich zu behandeln. Das führt oft dazu, dass Budget auf schlecht konvertierenden Geräten verschwendet wird, während gut performende Geräte unterversorgt bleiben.
Praxis-Tipp: So nutzt du Device Targeting richtig
Analysiere mindestens wöchentlich deine Geräteleistung nach Conversions und ROAS, nicht nur nach Klicks - mobile Traffic konvertiert oft 2-3x schlechter als Desktop. Starte bei neuen Kampagnen mit moderaten Gebotsanpassungen (±20-30%) und optimiere schrittweise basierend auf Daten. Teste verschiedene Anzeigentexte für Mobile vs. Desktop - mobile Anzeigen sollten lokaler und handlungsauffördernder sein ('Jetzt anrufen', 'Route planen'), während Desktop-Anzeigen mehr Details enthalten können.
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