Google Ads Audit: So analysierst du dein Konto systematisch
Ein professionelles Google Ads Audit deckt versteckte Budget-Verschwendung auf und zeigt dir konkrete Optimierungspotenziale. In diesem Guide lernst du, wie du dein Konto systematisch analysierst – mit einer 50-Punkte-Checkliste.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Audit sollte quartalsweise durchgeführt werden – mindestens bei Account-Übernahmen oder Performance-Einbrüchen.
- Conversion Tracking ist der kritischste Prüfpunkt – ohne korrektes Tracking keine validen Optimierungen.
- Der Search Terms Report zeigt oft die größten Budget-Verschwendungen – Top 100 Terms immer manuell prüfen.
- Quick Wins zuerst: Geo-Targeting, Negative Keywords und Display Network Opt-out bringen schnelle Ergebnisse.
Du schaltest Google Ads, aber bist unsicher, ob dein Account optimal aufgestellt ist? Oder du übernimmst einen bestehenden Account und willst wissen, wo die Probleme liegen? Dann brauchst du ein strukturiertes Audit. Vergleiche deine Performance mit den aktuellen Google Ads Benchmarks 2026.
Bei galineo führen wir wöchentlich Audits für Agenturen und Unternehmen durch. In diesem Artikel teilen wir unsere Methodik – inklusive einer Checkliste, die du sofort anwenden kannst.
50-Punkte Audit-Checkliste
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Was ist ein Google Ads Audit?
Ein Google Ads Audit ist eine systematische Überprüfung aller Account-Bereiche: von der Kampagnenstruktur über Conversion Tracking bis hin zu einzelnen Keywords und Anzeigen.
Das Ziel ist es, drei Dinge herauszufinden:
- 1Was funktioniert gut? – Best Practices beibehalten
- 2Was verschwendet Budget? – Sofort stoppen
- 3Was hat Potenzial? – Priorisierte Optimierungen
Ein gutes Audit liefert nicht nur Probleme, sondern einen konkreten Aktionsplan mit priorisierten Maßnahmen.
Wann solltest du ein Audit durchführen?
Ein Audit ist besonders sinnvoll in diesen Situationen:
- Account-Übernahme: Du übernimmst ein Konto von einem anderen Team oder einer Agentur
- Performance-Einbruch: Die Ergebnisse verschlechtern sich ohne ersichtlichen Grund
- Regelmäßiger Check: Quartalsweise als Routine (empfohlen)
- Vor Skalierung: Bevor du das Budget signifikant erhöhst
- Nach größeren Änderungen: z.B. nach Migration zu Performance Max
Vorbereitung: Zugang & Tools
Bevor du startest, stelle sicher, dass du folgendes hast:
Audit-Voraussetzungen
- Admin-Zugang zum Google Ads Account
- Google Analytics 4 Zugang (für Cross-Check)
- Mindestens 30 Tage Daten (besser 90 Tage)
- Conversion-Ziele definiert (Was ist ein Lead/Sale wert?)
1. Account-Struktur prüfen
Die Account-Struktur ist das Fundament. Eine schlechte Struktur macht Optimierung fast unmöglich.
Was du prüfen solltest:
| Prüfpunkt | Gut | Problematisch |
|---|---|---|
| Kampagnen-Anzahl | 5-15 aktive Kampagnen | 50+ Kampagnen, viele pausiert |
| Namenskonvention | Konsistent, lesbar | Willkürlich, «Kampagne 1» |
| Kampagnentypen-Mix | Strategisch aufgeteilt | Alles in einer PMax |
| Geo-Targeting | Präsenz: «In Standort» | «Interesse an Standort» |
Häufiger Fehler
«Interesse an Standort» ist Standard bei neuen Kampagnen – zeigt aber Anzeigen an Nutzer, die nur nach dem Standort suchen. Bei B2B oft 20-30% irrelevanter Traffic.
2. Conversion Tracking validieren
Ohne korrektes Tracking ist jede Optimierung Rätselraten. Das ist der kritischste Teil des Audits. Unser Guide zum Conversion Tracking Einrichten zeigt dir die korrekte Implementierung.
Prüfpunkte:
- Conversion-Aktionen: Sind alle relevanten Aktionen erfasst? (Leads, Sales, Calls)
- Zählmethode: «Jede» vs. «Eine» – passt es zum Ziel?
- Attribution: Data-driven ist Standard, aber macht es Sinn?
- GA4-Abgleich: Stimmen die Zahlen zwischen Google Ads und GA4 überein?
- Enhanced Conversions: Aktiviert für besseres Tracking? Beachte auch die Google Consent Mode V2 Anforderungen.
Red Flag
Wenn Google Ads deutlich mehr Conversions zeigt als GA4 (oder umgekehrt), stimmt etwas nicht. Differenzen über 15% sollten untersucht werden.
3. Kampagnen-Performance analysieren
Jetzt schauen wir auf die Zahlen. Analysiere jede Kampagne nach diesen Metriken:
| Metrik | Was sie zeigt | Benchmark |
|---|---|---|
| ROAS | Return on Ad Spend | Abhängig von Marge, meist >300% |
| CPA | Cost per Acquisition | Abhängig von Customer LTV |
| CTR | Klickrate | Search: 3-5%, Display: 0.5%+ |
| Conv. Rate | Conversion-Rate | Stark branchenabhängig |
| Impression Share | Anteil der möglichen Impressionen | Brand: 90%+, Generic: 30%+ |
Pro-Tipp
Vergleiche immer mit dem Vorjahreszeitraum, nicht nur dem Vormonat. So erkennst du saisonale Effekte.
4. Keywords & Search Terms
Der Search Terms Report ist eine Goldgrube – und oft der Ort, wo am meisten Budget verschwendet wird. Nutze KI-gestützte Keyword-Recherche für tiefere Einblicke.
So gehst du vor:
- 1Search Terms der letzten 90 Tage exportieren
- 2Nach Kosten sortieren – Top 100 manuell prüfen
- 3Irrelevante Terms als Negative Keywords hinzufügen
- 4Gut performende Terms als Exact Match Keywords hinzufügen
Typische Budget-Verschwendung im Search Terms Report
- Marken-Varianten von Wettbewerbern (wenn nicht gewollt)
- Informational Queries bei Commercial Intent Kampagnen
- «Kostenlos», «gratis», «job», «gehalt» Suchanfragen
- Falsche Geo-Anfragen (andere Städte/Länder)
5. Anzeigen-Qualität bewerten
Bei Responsive Search Ads (RSAs) ist die Asset-Qualität entscheidend. Google bewertet jedes Asset einzeln.
Prüfe folgendes:
- Ad Strength: Mindestens «Gut», idealerweise «Sehr gut»
- Asset-Performance: Entferne «Low» performende Assets
- Pinning: Zu viel Pinning schränkt die Optimierung ein
- Headlines: Mindestens 10-12 verschiedene nutzen
- Descriptions: Alle 4 Slots belegen
Bei Performance Max: Prüfe zusätzlich die Asset-Gruppen. Sind alle Formate (Bilder, Videos, Logos) in hoher Qualität vorhanden? Generative KI kann bei der Erstellung helfen.
6. Budget-Verschwendung identifizieren
Hier sind die häufigsten Stellen, wo Budget verloren geht:
Search Partners
Oft schlechtere Performance als Google Search. Segmentiere die Daten und prüfe separat.
Display Network
Bei Search-Kampagnen standardmäßig aktiv. Fast immer abschalten.
Placement Reports
Bei PMax: Prüfe wo Anzeigen erscheinen. Mobile Apps oft problematisch.
Audience Segments
Schließe irrelevante Audiences aus (z.B. bestehende Kunden bei Neukunden-Kampagnen). Mehr dazu im Guide zur KI-Zielgruppen-Segmentierung.
Quick Wins: Sofort umsetzbare Optimierungen
Nach dem Audit solltest du eine priorisierte Liste haben. Diese Quick Wins bringen meist schnelle Ergebnisse:
Top 5 Quick Wins
- 1Negative Keywords hinzufügen – Basierend auf Search Terms Report
- 2Geo-Targeting korrigieren – Auf «Präsenz in Standort» umstellen
- 3Display Network deaktivieren – Bei Search-Kampagnen
- 4Low-performing Keywords pausieren – Hohe Kosten, keine Conversions
- 5RSA Assets optimieren – «Low» Assets ersetzen
Die komplette Audit-Checkliste
Hier ist eine zusammengefasste Checkliste, die du für dein Audit verwenden kannst:
50-Punkte Audit-Checkliste (Auszug)
Account-Ebene
- Namenskonvention konsistent
- Conversion-Aktionen korrekt eingerichtet
- Auto-Tagging aktiviert
- GA4-Verknüpfung vorhanden
Kampagnen-Ebene
- Geo-Targeting auf «Präsenz» eingestellt
- Sprach-Targeting korrekt
- Bidding-Strategie passt zum Ziel – siehe Smart Bidding Guide
- Budget entspricht Potenzial
Keywords & Anzeigen
- Search Terms Report geprüft
- Negative Keywords vorhanden
- RSA Ad Strength mindestens «Gut»
- Extensions/Assets vollständig
Vollständige 50-Punkte-Checkliste
Alle Prüfpunkte als PDF zum Abhaken.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Google Ads Audit?▼
Wie oft sollte man ein Google Ads Audit durchführen?▼
Was sind die wichtigsten Bereiche bei einem Google Ads Audit?▼
Welche Tools braucht man für ein Google Ads Audit?▼
Was sind typische Fehler die ein Audit aufdeckt?▼
Fazit
Ein Google Ads Audit ist keine einmalige Aufgabe – es sollte regelmäßig (mindestens quartalsweise) durchgeführt werden. Mit einem strukturierten Ansatz findest du schnell die größten Hebel für bessere Performance.
Die wichtigsten Takeaways
- Tracking zuerst – Ohne korrektes Tracking keine validen Entscheidungen
- Search Terms prüfen – Hier liegt oft das meiste Einsparpotenzial
- Quick Wins priorisieren – Erst die einfachen Sachen, dann die komplexen
- Dokumentieren – Halte fest, was du gefunden und geändert hast
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