ROAS — Was ist das?
ROAS (Return on Advertising Spend) misst das Verhältnis zwischen Werbeeinnahmen und Werbeausgaben und zeigt dir, wie viel Umsatz du für jeden investierten Euro in Google Ads generierst. Ein ROAS von 4:1 bedeutet beispielsweise, dass du für jeden Euro Werbeausgabe 4 Euro Umsatz erzielst.
Ausführliche Erklärung
ROAS ist die wichtigste Kennzahl für die Rentabilität deiner Google Ads Kampagnen und wird berechnet durch: Umsatz ÷ Werbekosten. Während der CPC dir zeigt, was ein Klick kostet, und die Conversion Rate misst, wie gut deine Landingpage konvertiert, verrät dir der ROAS das Wichtigste: Ob sich deine Werbung wirtschaftlich lohnt. In Google Ads findest du den ROAS unter den Conversion-Spalten, vorausgesetzt du hast das Conversion-Tracking mit Conversion-Werten korrekt eingerichtet. Ein praktisches Beispiel: Du betreibst einen Online-Shop für Sportartikel und gibst 1.000 Euro für eine Shopping-Kampagne aus. Diese generiert Bestellungen im Wert von 4.500 Euro. Dein ROAS beträgt somit 4,5 oder 450%. Das bedeutet, jeder investierte Euro bringt dir 4,50 Euro Umsatz. Aber Achtung: ROAS ist nicht gleich Gewinn! Von den 4.500 Euro Umsatz musst du noch deine Produktkosten, Versand, Retouren und andere Ausgaben abziehen. Deshalb solltest du immer deinen Break-Even-ROAS kennen – den Punkt, ab dem du profitabel wirst. Für einen E-Commerce-Shop mit 30% Marge liegt dieser oft bei einem ROAS von 3,3. Im DACH-Markt variiert ein guter ROAS stark je nach Branche: B2B-Software kann mit einem ROAS von 2-3 bereits sehr profitabel sein, während Fashion-Shops oft einen ROAS von 5-8 benötigen. Google Ads bietet dir verschiedene ROAS-Gebotsstrategien wie 'Ziel-ROAS', bei der der Algorithmus automatisch deine Gebote optimiert, um einen bestimmten ROAS zu erreichen. Diese Smart-Bidding-Strategie funktioniert besonders gut, wenn du mindestens 50 Conversions in den letzten 30 Tagen hast und stabile Conversion-Werte vorliegen.
Praxis-Tipp: So nutzt du ROAS richtig
Setze realistische ROAS-Ziele basierend auf deiner tatsächlichen Marge, nicht auf Wunschvorstellungen. Beginne bei neuen Kampagnen mit einem niedrigeren Ziel-ROAS (z.B. 250%) und erhöhe ihn schrittweise, wenn das Volumen stimmt – zu aggressive ROAS-Ziele von Anfang an führen oft zu zu wenig Traffic. Analysiere deinen ROAS immer segmentiert nach Geräten, Kampagnen und Produktgruppen. In Shopping-Kampagnen siehst du oft, dass Mobile einen niedrigeren ROAS hat als Desktop – dann lohnt sich eine separate Gebotsanpassung. Verlasse dich nicht blind auf den 1-Tage-ROAS in Google Ads, sondern nutze längere Attributionsfenster (z.B. 30 Tage) für eine realistische Bewertung, besonders bei erklärungsbedürftigen Produkten im B2B-Bereich.
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