Saisonale Anpassungen — Was ist das?
Saisonale Anpassungen ermöglichen es, Gebote in Google Ads automatisch an wiederkehrende Geschäftsschwankungen anzupassen, ohne die grundlegende Gebotsstrategie zu ändern. Du kannst prozentuale Gebotsanpassungen für bestimmte Zeiträume definieren, in denen dein Business typischerweise besser oder schlechter performt.
Ausführliche Erklärung
Saisonale Anpassungen sind ein mächtiges Tool in Google Ads, um deine Gebotsstrategien an vorhersehbare Geschäftsschwankungen anzupassen. Statt manuell Gebote zu erhöhen oder zu senken, definierst du im Voraus Zeiträume mit prozentualen Anpassungen - Google passt dann automatisch deine Gebote entsprechend an.
Das funktioniert besonders gut bei wiederkehrenden Mustern: Ein Skiverleih in Österreich kann beispielsweise von Dezember bis März eine +50% Gebotsanpassung setzen, während ein Gartenmarkt im Frühjahr höhere Gebote fährt und im Winter reduziert. E-Commerce-Shops nutzen saisonale Anpassungen klassisch für Black Friday (+80%), Weihnachtsgeschäft (+40%) oder den Januar-Blues (-30%).
Besonders intelligent wird es bei der Kombination mit automatischen Gebotsstrategien wie Target CPA oder Target ROAS. Hier interpretiert Google deine saisonale Anpassung als Signal: 'In dieser Zeit erwarte ich 50% mehr Traffic/Conversions, passe die Gebote entsprechend an.' Das verhindert, dass die Algorithmen in starken Perioden zu konservativ bleiben oder in schwachen Zeiten zu aggressiv bieten.
Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung mit Gebotsanpassungen nach Tageszeit oder Gerät - saisonale Anpassungen beziehen sich ausschließlich auf Kalender-Zeiträume. Sie überschreiben auch nicht deine Gebotsstrategie, sondern modifizieren sie temporär.
Für DACH-Märkte sind typische Anpassungsperioden: Sommerpause (Juli/August, oft -20% bis -40%), Weihnachtszeit (November/Dezember, +30% bis +100%), Frühjahrsstart (März/April, +20% bis +50%) und lokale Feiertage. Tourismusunternehmen in der Schweiz oder Österreich fahren oft komplexere saisonale Muster mit Winter- und Sommersaison.
Die Einrichtung erfolgt über das Gebotsstrategien-Menü, wo du Start- und Enddatum sowie den prozentualen Anpassungsfaktor definierst. Google wendet diese dann automatisch auf alle Kampagnen mit der entsprechenden Gebotsstrategie an.
Praxis-Tipp: So nutzt du Saisonale Anpassungen richtig
Plane saisonale Anpassungen mindestens 2-3 Wochen im Voraus - Google braucht Zeit für die Optimierung und du willst nicht, dass der Algorithmus erst während deiner Hochsaison lernt. Analysiere deine historischen Daten der letzten 2-3 Jahre, um realistische Anpassungsfaktoren zu bestimmen - oft überschätzt man die Schwankungen und setzt zu extreme Werte. Verwende für den Anfang moderate Anpassungen zwischen -30% und +50%, bevor du dich an größere Sprünge wagst. Dokumentiere alle saisonalen Anpassungen in einem Kalender und überwache die Performance während der Anpassungsperioden besonders genau - so lernst du für das nächste Jahr dazu.
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