KPIs & Metriken

MER — Was ist das?

MER (Marketing Efficiency Ratio) misst das Verhältnis zwischen Gesamtumsatz und Gesamtwerbeausgaben über alle Kanäle hinweg. Es zeigt, wie viel Euro Umsatz pro investiertem Euro Werbung generiert wird.

Ausführliche Erklärung

Der MER ist eine ganzheitliche Kennzahl, die über den klassischen ROAS (Return on Ad Spend) hinausgeht. Während ROAS nur den direkt zuordenbaren Umsatz einzelner Kampagnen misst, berücksichtigt MER den gesamten Geschäftsumsatz im Verhältnis zu allen Marketing-Investitionen. Ein MER von 4,0 bedeutet beispielsweise, dass du für jeden investierten Euro 4 Euro Gesamtumsatz generierst. Der große Vorteil des MER liegt in seiner Realitätsnähe: Er erfasst auch indirekte Effekte wie Brand-Awareness, Cross-Channel-Synergien und verzögerte Kaufentscheidungen, die bei der reinen ROAS-Betrachtung verloren gehen. Gerade im DACH-Markt, wo Kunden oft mehrere Touchpoints durchlaufen, bevor sie kaufen, ist diese ganzheitliche Sicht entscheidend. In der Praxis berechnest du den MER, indem du deinen Gesamtumsatz (z.B. aus deinem Shop-System) durch deine gesamten Werbeausgaben (Google Ads, Facebook, Amazon, Print etc.) teilst. Wenn du im März 50.000 Euro Umsatz bei 12.500 Euro Werbeausgaben hattest, liegt dein MER bei 4,0. Besonders wertvoll wird der MER bei der Budget-Allokation zwischen verschiedenen Kanälen. Während deine Google Search-Kampagnen vielleicht einen ROAS von 6,0 zeigen und deine YouTube-Kampagnen nur 2,0, kann der Gesamterfolg durch Synergieeffekte deutlich höher sein. Der MER hilft dir, diese Wechselwirkungen zu verstehen und Budget-Entscheidungen auf Basis des Gesamterfolgs zu treffen. Für deutsche Unternehmen ist der MER besonders relevant, da hier oft längere Kaufzyklen und komplexere Customer Journeys vorliegen. Ein B2B-Software-Anbieter aus München könnte feststellen, dass seine LinkedIn-Kampagnen zwar wenig direkten ROAS zeigen, aber der MER steigt, weil diese Kampagnen die Effizienz seiner Google Search-Kampagnen erhöhen.

Praxis-Tipp: So nutzt du MER richtig

Messe deinen MER wöchentlich oder monatlich, nicht täglich – kurzfristige Schwankungen können irreführend sein. Etabliere einen Basis-MER ohne Werbeaktivitäten, um den echten Marketing-Impact zu verstehen. Nutze den MER besonders bei Budget-Erhöhungen: Steigt der MER linear mit dem Budget, kannst du weiter investieren. Fällt er überproportional, hast du vermutlich dein optimales Budget erreicht.

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