KPIs & Metriken

Frequency — Was ist das?

Frequency (Häufigkeit) misst, wie oft ein Nutzer im Durchschnitt deine Anzeigen gesehen hat. Sie errechnet sich aus Impressions geteilt durch Reach (eindeutige Nutzer).

Ausführliche Erklärung

Die Frequency ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Display- und Video-Advertising, die dir zeigt, ob deine Anzeigen die richtige Balance zwischen Sichtbarkeit und Überexposition finden. In Google Ads findest du diese Metrik hauptsächlich bei YouTube-Kampagnen und Display-Kampagnen im Google Display Network. Stell dir vor, deine Display-Kampagne hat 10.000 Impressions generiert und dabei 2.500 eindeutige Nutzer erreicht. Deine Frequency liegt dann bei 4,0 – das bedeutet, jeder Nutzer hat deine Anzeige durchschnittlich vier Mal gesehen. Diese Zahl ist entscheidend für den Erfolg deiner Kampagne, denn sie beeinflusst sowohl die Werbeerinnerung als auch die Kosten. Eine zu niedrige Frequency (unter 2) bedeutet oft, dass deine Botschaft nicht genug Eindruck hinterlässt. Studien zeigen, dass Nutzer eine Anzeige mehrmals sehen müssen, bevor sie handeln. Im DACH-Markt funktioniert besonders bei erklärungsbedürftigen Produkten eine Frequency von 3-5 sehr gut. Ab einer Frequency von 8-10 wird es jedoch kritisch. Dann spricht man von Ad Fatigue – die Nutzer werden von deinen Anzeigen genervt, die Klickrate sinkt drastisch und die Kosten steigen überproportional. Besonders bei YouTube-Anzeigen merkst du das schnell an negativen Kommentaren oder hohen Absprungraten. In Google Ads kannst du die Frequency über Frequency Capping steuern. Gehe in deine Display- oder Video-Kampagne und setze Limits: zum Beispiel maximal 3 Impressions pro Tag oder 10 pro Woche pro Nutzer. Das schützt vor Überexposition und optimiert dein Budget. Besonders wichtig wird die Frequency bei Retargeting-Kampagnen. Hier arbeitest du mit kleineren Zielgruppen, die deine Website bereits besucht haben. Ohne Frequency Capping können diese Nutzer schnell überreizt werden, da die Audience-Größe begrenzt ist und Google die verfügbaren Nutzer häufiger anspricht.

Praxis-Tipp: So nutzt du Frequency richtig

Setze immer Frequency Caps: Bei Display-Kampagnen maximal 3-5 Impressions pro Tag, bei YouTube-Videos nicht mehr als 2-3 pro Tag. Überwache die Frequency wöchentlich – steigt sie über 8, reduziere das Budget oder erweitere deine Zielgruppen. Bei Retargeting-Listen unter 10.000 Nutzern ist besondere Vorsicht geboten: Hier solltest du die Frequency täglich checken und bei Bedarf sofort gegensteuern, da kleine Audiences schnell übersättigt sind.

Du willst Frequency optimieren?

Unser Google Ads Audit zeigt dir genau, wo du stehst und was du verbessern kannst.

Kostenloses Audit anfragen