View-Through Conversions — Was ist das?
View-Through Conversions sind Conversions, die nach dem Anzeigen einer Display- oder Video-Anzeige stattfinden, ohne dass der Nutzer darauf geklickt hat. Google Ads zählt diese Conversions, wenn sie innerhalb eines definierten Zeitfensters nach dem Anzeigenkontakt erfolgen.
Ausführliche Erklärung
Stell dir vor, ein Nutzer sieht deine Displayanzeige für deine Rechtsanwaltskanzlei auf Spiegel.de, klickt aber nicht darauf. Drei Tage später googelt er direkt nach deiner Kanzlei und vereinbart einen Termin über deine Website. Diese Conversion wird als View-Through Conversion erfasst, da die ursprüngliche Anzeige offensichtlich einen Eindruck hinterlassen hat. View-Through Conversions sind besonders bei Display- und YouTube-Kampagnen relevant, da diese oft eher auf Markenbekanntheit und langfristige Wirkung ausgelegt sind. Während Search-Anzeigen meist sofortige Klicks generieren, arbeiten Display-Kampagnen subtiler im Hintergrund. In Google Ads findest du View-Through Conversions in den Spalten-Optionen unter 'Conversions'. Standardmäßig ist das Zeitfenster auf 1 Tag für Display-Anzeigen und 3 Tage für YouTube-Anzeigen eingestellt. Du kannst diese Zeiträume in den Conversion-Einstellungen auf bis zu 30 Tage erweitern. Ein typisches Beispiel aus der DACH-Region: Ein Möbelhändler schaltet Display-Anzeigen für eine neue Küchenserie. Die Anzeigen haben eine niedrige Klickrate von 0,3%, aber hohe View-Through Conversions. Kunden sehen die Anzeige, merken sich die Marke und besuchen später den Showroom oder die Website direkt. Ohne View-Through Tracking würde der wahre Wert der Display-Kampagne völlig unterschätzt. Wichtig zu verstehen: View-Through Conversions werden anders gewichtet als Click-Through Conversions. In den automatischen Gebotsstrategien fließen sie mit geringerer Gewichtung ein, da die Kausalität weniger eindeutig ist. Dennoch sind sie ein wichtiger Indikator für die Gesamtperformance deiner Kampagnen, besonders im B2B-Bereich, wo Kaufentscheidungen oft länger dauern.
Praxis-Tipp: So nutzt du View-Through Conversions richtig
Erstens: Verwende View-Through Conversions hauptsächlich zur Performance-Bewertung, nicht für Gebotsoptimierung. Lass für automatische Strategien nur Click-Through Conversions aktiviert und nutze View-Through Daten als zusätzliche Insights. Zweitens: Setze das View-Through Zeitfenster realistisch - 7 Tage für kurzfristige Produkte wie Mode, 14-30 Tage für längere Kaufzyklen wie Versicherungen oder B2B-Services. Drittens: Achte besonders bei Display-Kampagnen auf die View-Through Rate - sie sollte bei erfolgreichen Awareness-Kampagnen mindestens 15-25% der Gesamt-Conversions ausmachen, sonst verschwendest du Budget für reine Reichweite ohne Wirkung.
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