Cost per View — Was ist das?
Cost per View (CPV) ist eine Abrechnungsmodell für Video-Anzeigen, bei dem du nur bezahlst, wenn ein Nutzer dein Video mindestens 30 Sekunden lang ansieht oder damit interagiert. Bei YouTube-Kampagnen ist CPV die Standard-Gebotsweise für TrueView-Anzeigen.
Ausführliche Erklärung
Cost per View funktioniert anders als herkömmliche Klick-basierte Gebote. Du legst fest, wie viel du maximal für eine Videobetrachtung bezahlen möchtest, und das System optimiert deine Anzeigenschaltung entsprechend. Eine 'View' zählt dabei, wenn ein Nutzer entweder das komplette Video anschaut (falls kürzer als 30 Sekunden) oder mindestens 30 Sekunden davon. Auch Interaktionen wie Klicks auf Call-to-Action-Overlays oder Begleitkarten lösen eine View aus.
Im DACH-Markt liegen typische CPV-Werte zwischen 0,02€ und 0,30€, abhängig von Branche und Zielgruppe. B2B-Themen erreichen oft höhere CPVs (0,15€-0,30€), während Consumer-Brands häufig günstiger fahren (0,05€-0,15€). Die Gebotshöhe beeinflusst dabei nicht nur die Häufigkeit der Ausspielung, sondern auch die Platzierung – höhere Gebote führen zu besseren Positionen im YouTube-Ecosystem.
Besonders wichtig ist das Verständnis, dass CPV-Kampagnen primär auf Reichweite und Brand Awareness abzielen, nicht auf direkte Conversions. Google optimiert dabei automatisch auf kostengünstige Views, was bedeutet, dass deine tatsächlichen CPV-Kosten meist unter deinem Maximalgebot liegen. In der Praxis zahlen Werbetreibende oft nur 60-80% ihres eingestellten Maximalgebots.
Die CPV-Strategie eignet sich besonders für Unternehmen, die ihre Markenbekanntheit steigern, neue Produkte vorstellen oder komplexe Inhalte vermitteln möchten. Anders als bei Search-Kampagnen erreichst du hier Nutzer in einem passiven Konsum-Modus, was längere, storytelling-orientierte Inhalte ermöglicht. Für E-Commerce-Unternehmen kann CPV als oberer Funnel-Baustein dienen, um später über Remarketing-Listen günstigere Conversions zu erzielen.
Praxis-Tipp: So nutzt du Cost per View richtig
Starte mit konservativen CPV-Geboten (0,10€-0,15€) und erhöhe schrittweise, bis du dein gewünschtes Volumen erreichst. Zu hohe Startgebote verschwenden Budget ohne Mehrwert. Überwache die View Rate – liegt sie unter 15%, ist dein Video-Content oder Targeting nicht optimal. Nutze unbedingt Zielgruppen-Layering: Kombiniere demografische Daten mit Interessen und benutzerdefinierten Zielgruppen für bessere Effizienz. Ein Geheimtipp für den DACH-Markt: Schalte CPV-Kampagnen nachmittags und abends stärker, da die View Rates zwischen 16-21 Uhr typischerweise 20-30% höher liegen als morgens.
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