Strategie & Planung

Brand vs Generic — Was ist das?

Brand vs Generic beschreibt die strategische Unterscheidung zwischen Kampagnen für Markenbegriffe (eigene Marke) und generischen Keywords (produktbeschreibende Suchbegriffe ohne Markenbezug). Diese Trennung ist essentiell für Budget-Allokation, Gebotsstrategien und Performance-Analyse.

Ausführliche Erklärung

Die Trennung von Brand- und Generic-Keywords gehört zu den wichtigsten strategischen Entscheidungen in Google Ads. Brand-Keywords umfassen alle Suchbegriffe, die deine Marke, Firmennamen oder spezifische Produktnamen enthalten - zum Beispiel 'BMW X3', 'Zalando Schuhe' oder 'MediaMarkt Angebote'. Generic-Keywords sind hingegen produktbeschreibende Begriffe ohne Markenbezug wie 'SUV kaufen', 'Schuhe online bestellen' oder 'Elektronik günstig'. Der fundamentale Unterschied liegt in der Nutzerintention: Brand-Suchen zeigen bereits eine konkrete Markenaffinität oder sogar Kaufabsicht, während Generic-Suchen oft noch in der Informations- oder Vergleichsphase stehen. Das spiegelt sich direkt in den Metriken wider: Brand-Kampagnen erzielen typischerweise Klickraten von 15-40% und Conversion-Rates von 20-50%, während Generic-Kampagnen meist bei 2-8% CTR und 2-15% Conversion-Rate liegen. Die getrennte Verwaltung ist aus mehreren Gründen kritisch: Erstens benötigst du völlig unterschiedliche Gebotsstrategien - für Brand-Keywords reichen oft niedrigere Gebote (0,20-2€), da die Konkurrenz auf deine eigene Marke begrenzt ist. Generic-Keywords erfordern meist deutlich höhere Gebote (1-20€+) aufgrund der intensiven Konkurrenz. Zweitens unterscheiden sich die Anzeigentexte fundamental - Brand-Anzeigen können Vertrauen und Alleinstellungsmerkmale betonen, während Generic-Anzeigen Aufmerksamkeit erzeugen und vom Wettbewerb abheben müssen. Im DACH-Markt ist diese Trennung besonders relevant, da deutsche Verbraucher stark markenorientiert sind und Brand-Suchen einen überproportional hohen Anteil am Traffic ausmachen. Gleichzeitig ist der Generic-Bereich extrem umkämpft, was präzise Budget-Allokation unverzichtbar macht. Viele Unternehmen machen den Fehler, Brand-Performance zur Rechtfertigung des gesamten Google Ads Budgets zu nutzen, obwohl Generic-Kampagnen das eigentliche Neukundengeschäft treiben.

Praxis-Tipp: So nutzt du Brand vs Generic richtig

Trenne Brand- und Generic-Kampagnen immer in separate Kampagnen oder sogar Konten für saubere Reporting-Struktur. Setze für Brand-Keywords deutlich niedrigere Ziel-CPA/ROAS-Werte, da diese natürlich besser performen. Nutze Brand-Budgets nicht zur Querfinanzierung schwacher Generic-Performance - das verschleiert echte Probleme. Überwache Generic Share of Voice intensiv, da hier dein Wachstumspotenzial liegt, während Brand SOV meist weniger kritisch ist.

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