POAS — Was ist das?
POAS (Profit on Ad Spend) ist eine KPI, die den tatsächlichen Gewinn pro investiertem Werbe-Euro misst. Anders als ROAS berücksichtigt POAS die Kosten der verkauften Waren und zeigt den echten Profit deiner Google Ads Kampagnen.
Ausführliche Erklärung
POAS revolutioniert die Art, wie du den Erfolg deiner Google Ads Kampagnen bewertest. Während ROAS (Return on Ad Spend) nur den Umsatz ins Verhältnis zu den Werbekosten setzt, geht POAS einen entscheidenden Schritt weiter und rechnet die tatsächlichen Produktkosten mit ein. Die Formel lautet: POAS = (Umsatz - Kosten der verkauften Waren) / Werbeausgaben. Ein praktisches Beispiel: Du verkaufst Sportschuhe für 100€, deine Einkaufskosten betragen 60€ pro Paar. Bei 1.000€ Werbeausgaben verkaufst du 50 Paar Schuhe (5.000€ Umsatz). Dein ROAS beträgt 5,0 - klingt fantastisch! Aber dein POAS liegt nur bei 2,0, da der tatsächliche Gewinn nur 2.000€ beträgt (5.000€ - 3.000€ Produktkosten). Diese Unterscheidung ist im DACH-Markt besonders relevant, wo Margen oft knapper sind als in anderen Märkten. Warum ist POAS so wichtig? Es zeigt dir die Realität deiner Kampagnen-Performance. Viele Advertiser optimieren auf ROAS und wundern sich, warum trotz 'guter' ROAS-Werte das Bankkonto nicht wächst. POAS löst dieses Problem und hilft dir, profitable von unprofitablen Kampagnen zu unterscheiden. Besonders bei Shopping-Kampagnen mit unterschiedlichen Produktmargen ist POAS unverzichtbar. Ein Smartphone mit 5% Marge braucht einen völlig anderen POAS-Zielwert als Zubehör mit 40% Marge. Google Ads Smart Bidding kann übrigens auch auf Profit-Ziele optimiert werden, wenn du Gewinnmargen korrekt in deinem Conversion-Tracking hinterlegst. Das macht besonders bei Performance Max und Shopping-Kampagnen einen enormen Unterschied in der automatischen Gebotssteuerung.
Praxis-Tipp: So nutzt du POAS richtig
Implementiere POAS schrittweise: Starte mit deinen Top-Produktkategorien und arbeite dich zu den kleineren vor. Nutze Google Ads Conversion Values, um verschiedene Gewinnmargen pro Produkt zu hinterlegen - das ermöglicht automatische Optimierung auf Profit statt Umsatz. Setze realistische POAS-Zielwerte: In der Praxis sind 1,5-3,0 oft realistischer als die 5,0+ ROAS-Träume. Berücksichtige auch Fixkosten wie Personal und Lager in deine POAS-Berechnung, um das vollständige Bild zu erhalten.
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