In-Market Audiences — Was ist das?
In-Market Audiences sind vordefinierte Zielgruppen in Google Ads, die Nutzer umfassen, die aktuell aktiv nach bestimmten Produkten oder Dienstleistungen suchen und eine hohe Kaufbereitschaft zeigen. Google identifiziert diese Personen anhand ihres Such- und Browsingverhaltens.
Ausführliche Erklärung
In-Market Audiences gehören zu den wertvollsten Targeting-Optionen in Google Ads, weil sie Nutzer erfassen, die sich bereits in der aktiven Kaufphase befinden. Google analysiert kontinuierlich das Suchverhalten, besuchte Websites, Klickverhalten und andere Signale, um zu erkennen, wer gerade ernsthaft an einem Kauf interessiert ist. Diese Zielgruppen werden automatisch aktualisiert und basieren auf maschinellem Lernen.
Die In-Market Audiences sind in verschiedene Kategorien unterteilt, von 'Autos & Fahrzeuge' über 'Immobilien' bis hin zu 'Software'. Jede Hauptkategorie hat weitere Unterkategorien. Beispielsweise findest du unter 'Autos & Fahrzeuge' spezifische Gruppen wie 'Neuwagen', 'Gebrauchtwagen' oder sogar markenspezifische Audiences wie 'Audi-Interessenten'.
Der große Vorteil liegt in der Qualität der Zielgruppe: Diese Nutzer sind nicht nur generell an einem Thema interessiert, sondern befinden sich aktiv im Kaufprozess. Das führt typischerweise zu höheren Conversion-Raten und besserem ROI verglichen mit anderen Targeting-Methoden. In meiner Erfahrung liegen die Conversion-Raten bei In-Market Audiences oft 2-3x höher als bei Affinity Audiences.
Besonders effektiv sind In-Market Audiences in Display- und YouTube-Kampagnen, wo du potenzielle Kunden erreichst, bevor sie überhaupt nach deinem spezifischen Produkt suchen. Du kannst sie aber auch in Suchkampagnen als Gebotsanpassung nutzen, um bei diesen kaufbereiten Nutzern aggressiver zu bieten.
Für den DACH-Markt ist wichtig zu wissen, dass Google die In-Market Audiences kontinuierlich an regionale Besonderheiten anpasst. Deutsche Nutzer haben andere Kaufmuster als österreichische oder schweizer Konsumenten, was Google in der Algorithmus-Entwicklung berücksichtigt. Die Audiences funktionieren auch bei kleineren, lokalen Unternehmen gut, da sie auf das Suchverhalten im jeweiligen geografischen Gebiet abgestimmt sind.
Praxis-Tipp: So nutzt du In-Market Audiences richtig
Kombiniere In-Market Audiences nie mit zu vielen anderen Targeting-Kriterien gleichzeitig – das schränkt die Reichweite unnötig ein. Starte lieber mit der reinen In-Market Audience und füge dann schrittweise weitere Kriterien hinzu. Nutze unbedingt Gebotsanpassungen: Erhöhe die Gebote für In-Market Audiences um 20-50%, da diese Nutzer deutlich wertvoller sind. Bei Display-Kampagnen funktioniert die Kombination aus In-Market Audiences und Custom Intent Audiences besonders gut – das gibt dir sowohl die aktuelle Kaufbereitschaft als auch die spezifische Suchintention für deine Keywords.
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