DV360 — Was ist das?
Display & Video 360 (DV360) ist Googles Demand-Side-Platform (DSP) für programmatischen Einkauf von Display-, Video-, Audio- und Out-of-Home-Werbung über verschiedene Inventarquellen hinweg. Die Plattform ermöglicht es großen Werbetreibenden, komplexe Cross-Channel-Kampagnen zentral zu planen, einzukaufen und zu optimieren.
Ausführliche Erklärung
DV360 ist das Flaggschiff von Googles Marketing Platform und richtet sich primär an große Agenturen und Enterprise-Kunden mit entsprechenden Mediabudgets. Anders als Google Ads, das hauptsächlich auf Google-eigene Inventarquellen fokussiert ist, bietet DV360 Zugang zu einem deutlich breiteren Spektrum an Werbeplätzen – von YouTube und Gmail bis hin zu externen Publisher-Netzwerken, Connected TV und digitalen Out-of-Home-Flächen.
Der größte Vorteil von DV360 liegt in der granularen Kontrolle über Zielgruppen und Gebote. Du kannst First-Party-Daten hochladen, mit Google Analytics 4 verknüpfen und komplexe Audience-Strategien entwickeln, die weit über die Standard-Zielgruppen von Google Ads hinausgehen. Besonders im DACH-Markt ist das wertvoll, da du lokale Publisher und spezifische demografische Segmente sehr präzise ansprechen kannst.
Ein konkretes Beispiel: Während du in Google Ads eine YouTube-Kampagne nur mit den verfügbaren Standard-Zielgruppen schalten kannst, ermöglicht dir DV360 das Targeting nach spezifischen Verhaltensmustern, kombiniert mit geografischen Daten auf PLZ-Ebene und First-Party-CRM-Daten. So könntest du beispielsweise Personen in München ansprechen, die in den letzten 30 Tagen automotive Content konsumiert haben UND in deiner CRM-Datenbank als Premium-Interessenten geführt werden.
Die Plattform arbeitet hauptsächlich über programmatische Auktionen, bietet aber auch Guaranteed Deals und Private Marketplace-Zugang. Das bedeutet, du kannst sowohl automatisiert optimieren als auch strategische Partnerschaften mit Premium-Publishern eingehen.
Allerdings hat DV360 auch Nachteile: Die Komplexität ist erheblich höher als bei Google Ads, die Mindestbudgets liegen meist im fünf- bis sechsstelligen Bereich, und du benötigst deutlich mehr technisches Know-how. Außerdem entstehen zusätzliche Platform-Fees von etwa 10-20% on top der Medienkosten.
Praxis-Tipp: So nutzt du DV360 richtig
Steige nicht direkt mit DV360 ein, wenn deine Google Ads Kampagnen noch nicht optimal laufen – die Plattform verzeiht Fehler weniger und kostet deutlich mehr. Beginne erst ab monatlichen Budgets von mindestens 50.000€, da sich die Komplexität und zusätzlichen Fees sonst nicht rechtfertigen. Investiere unbedingt in eine saubere First-Party-Daten-Strategie vor dem Start – ohne eigene Zielgruppendaten verschenkst du das größte Potenzial von DV360. Nutze die Brand Safety Tools extensiv, besonders im deutschsprachigen Raum, da die automatischen Ausschlüsse nicht immer alle problematischen Inhalte erfassen.
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