Branchen-Dossier 2026 Aktualisiert: August 2026

Google Ads für Hotels & Tourismus

Mehr Direktbuchungen, weniger Abhängigkeit von OTAs und eine Kampagnensteuerung, die Saison, Verfügbarkeit und Buchungswert versteht.

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30 Minuten, kostenlos und unverbindlich.

Strategische Einordnung
Sucht mal euren eigenen Hotelnamen bei Google - wetten, dass Booking.com über euch steht? Jede Buchung über Booking kostet euch 15-25% Provision. Eine Brand-Kampagne kostet einen Bruchteil davon und holt diese Gäste direkt auf eure Seite.
00 / Nachfrage

Welche Suchanfragen für Hotels & Tourismus wirklich zählen

Nicht jedes relevante Keyword hat denselben wirtschaftlichen Wert. Kampagnen und Landing Pages sollten deshalb entlang der tatsächlichen Entscheidungssituation aufgebaut sein.

  • Destination und Reisedatum: Ort, Anlass, Zeitraum und Ausstattung bilden die stärkste generische Nachfrage. Verfügbarkeit und Preis müssen ohne Umwege prüfbar sein.
  • Markensuche: Wer bereits nach dem Hotelnamen sucht, sollte zur Direktbuchung geführt werden. Dieser Umsatz muss getrennt von neu gewonnener, generischer Nachfrage ausgewiesen werden.
  • Angebote und Erlebnisse: Wellness, Familienurlaub, Tagung oder Kurzurlaub brauchen eigene Landing Pages und saisonale Botschaften statt einer einzigen Kampagne für alle Gäste.
  • Wirtschaftlichkeit: Buchungswert abzüglich Provisionen, Stornierungen und variabler Kosten ist aussagekräftiger als der reine Reservierungsumsatz.
01 / Wirtschaftlichkeit

Was Google Ads für Hotels & Tourismus wirtschaftlich macht

Die folgenden Korridore sind keine Garantie. Sie helfen dabei, Budget, Suchnachfrage und Geschäftswert in eine realistische Relation zu setzen.

Budgetkorridor

Einzelnes Hotel / Pension (< 50 Zimmer)
1.000-3.000 €/Monat
Boutique-Hotels / regionale Ketten (50-200 Zimmer)
3.000-10.000 €/Monat
Große Hotels / Resorts
10.000-30.000 €/Monat
Tourismus-Regionen / Destinationen
5.000-50.000+ €/Monat

Wichtig: Hotels konkurrieren mit Booking.com, Expedia & Co. - die geben Millionen für Google Ads aus. Direktbuchung spart aber 15-25% OTA-Provision, deshalb rechnet sich Google Ads trotz hoher CPCs.

Klickpreise

Brand Keywords (eigener Hotelname)
0.30-1.50 €
Generische Hotel-Keywords ("hotel [stadt]")
2-8 €
Spezialisierte Keywords ("luxushotel [region]", "spa hotel [see]")
5-15 €
Destination-Keywords ("urlaub [region] buchen")
3-10 €
Last-Minute Keywords
4-12 €

DACH-Unterschiede: Schweizer Hotellerie hat 2-4x höhere CPCs. Österreich (Tirol, Salzburg) ist ebenfalls Premium. Deutsche Küsten/Seen günstiger.

Conversion-Korridore

Direktbuchung über Website
1-3%
Anfrage/Angebotsanforderung
3-7%
Newsletter/Angebots-Abo
5-10%
Brand Search Buchung
5-12%

Conversion Rate hängt massiv von der Buchungsstrecke ab - Hotels mit IBE (Internet Booking Engine) auf der Website performen 3-5x besser als "Anfrage per E-Mail".

02 / Kampagnenstrategie

Wo Budget arbeiten soll - und wo nicht

Eine gute Branchenstrategie beginnt mit Ausschluss. Erst wenn Ziel, Suchintention und Messung zusammenpassen, darf Automatisierung skalieren.

Was funktioniert

  • Brand Search - Pflicht! OTAs bieten auf euren Hotelnamen und leiten Gäste auf Booking.com um. Brand-Kampagnen schützen Direktbuchungen
  • Search Exact/Phrase Match auf Destination + Hoteltyp: "hotel [stadt] direkt buchen", "wellnesshotel [region]", "familienhotel [see/berg]"
  • Performance Max mit Hotel-Bildern, Preis-Assets und Standort-Signalen - besonders für Reisende in der Planungsphase
  • YouTube/Demand Gen mit Hotel-Videos - emotionale Bilder verkaufen Urlaub besser als Text
  • Remarketing auf Website-Besucher - Reiseplanung dauert 2-6 Wochen, Remarketing hält euch im Kopf

Was meist nicht funktioniert

  • Nur Search ohne Brand-Schutz - OTAs stehlen bis zu 40% der Direktbuchungen über Brand-Bidding
  • Display Prospecting ohne Saisonbezug - generische Hotel-Banner im Januar für ein Sommerhotel verschwendet Budget
  • Broad Match auf "hotel" - zieht "hotel mama", "hotel transsilvanien film" und alles dazwischen
  • Shopping Kampagnen - nicht anwendbar (es sei denn Hotel-Gutscheine als Produkt im Feed)
03 / Praxis

Die häufigsten Fehler und unterschätzten Hebel

Budgetverluste vermeiden

  1. Kein Brand-Bidding - OTAs bieten auf euren Hotelnamen, und ihr lasst es zu. Jede Direktbuchung über den eigenen Namen spart 15-25% Provision
  2. Keine saisonale Budget-Anpassung - im Winter gleich viel ausgeben wie im Sommer ist Verschwendung (außer bei Ski-Hotels)
  3. Buchungsstrecke nicht als Conversion getrackt - "Buchung abgeschlossen" muss als Conversion hinterlegt sein, nicht nur "Seite aufgerufen"
  4. Zu viele Kampagnen auf eine Region - ein 20-Zimmer-Hotel braucht keine 15 Kampagnen, sondern 3 gute
  5. Mobile Buchungsstrecke kaputt - 60%+ der Hotel-Suchen sind mobil, aber viele IBEs sind auf dem Handy eine Katastrophe

Was oft besser funktioniert als erwartet

  • Preis-Extensions und Promotion-Extensions - "Ab 89 € pro Nacht" direkt in der Anzeige erhöht CTR massiv
  • Saisonale Countdown-Kampagnen - "Noch 3 Zimmer für Silvester" erzeugt echte Dringlichkeit
  • YouTube Shorts mit Hotel-Tour - 15-Sekunden Videos mit Zimmer, Pool, Ausblick performen überraschend gut
  • Retargeting mit konkretem Angebot - "Sie haben sich unser Doppelzimmer angesehen - jetzt mit 10% Frühbucher-Rabatt"
04 / Messung

Das Tracking entscheidet, was Google lernt.

Formular-Leads sind selten das eigentliche Geschäftsziel. Gute Kampagnen geben Google Qualität, Wert und spätere Abschlüsse zurück.

  • Buchungswert dynamisch übergeben - nicht pauschal "1 Buchung = 200 €", sondern den tatsächlichen Zimmerpreis × Nächte
  • IBE-Integration ist kritisch - Booking Engine muss Conversion-Daten an Google Ads zurückspielen
  • Telefon-Tracking einrichten - viele Gäste rufen an statt online zu buchen, besonders bei größeren Gruppen oder Events
  • Cross-Device Tracking beachten - Gäste recherchieren mobil, buchen am Desktop. Ohne Cross-Device fehlt die Hälfte der Conversions
05 / Umsetzung

Ein sinnvoller Ausbau in vier Etappen

Die Reihenfolge ist bewusst konservativ: erst Messung und Suchintention, dann Automatisierung und Reichweite.

  1. Start: Brand Search Kampagne + IBE-Conversion-Tracking + Basis-Remarketing
  2. Monat 2: Search auf Top-3 Destination-Keywords, saisonale Anzeigentexte, Preis-Extensions
  3. Monat 3: PMax mit Hotel-Bildern und Video-Assets, Demand Gen für Planungsphase
  4. Monat 4+: YouTube Ads für Awareness in der Vorsaison, Offline-Conversion Import (Check-in als Conversion), Budget-Peaks für Hauptsaison
06 / Zusammenarbeit

Die passenden Bausteine für Hotels & Tourismus

Nicht jedes Konto braucht jeden Service. Der Einstieg richtet sich nach dem größten Engpass zwischen Nachfrage, Landing Page, Messung und Kampagnensteuerung.

07 / Vertiefung

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Nächster Schritt

Lass uns dein Google Ads Potenzial gemeinsam einordnen.

Im kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch klären wir, ob Messung, Kampagnenstruktur, Landing Pages oder Gebotsstrategie zuerst verbessert werden sollten.

Kostenlos und unverbindlich

Methodik: Die genannten Bandbreiten sind Orientierungswerte aus dem DACH-Markt und aus Agenturerfahrung. Die tatsächliche Wirtschaftlichkeit hängt von Region, Wettbewerb, Angebot, Marge, Vertriebsprozess und Datenqualität ab. Vor einer Budgetentscheidung prüfen wir deshalb immer die konkrete Ausgangslage.