Branchen-Dossier 2026 Aktualisiert: August 2026

Google Ads für Restaurants & Gastronomie

Lokale Nachfrage genau dann abholen, wenn Gäste reservieren, bestellen oder einen Catering-Anbieter beauftragen wollen.

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Strategische Einordnung
Wie bestellen eure Kunden aktuell - rufen die an, bestellen online, oder kommen einfach vorbei? Und könnt ihr nachvollziehen, welche Bestellungen über Google kamen? Wenn nicht, richten wir zuerst Tracking ein. Ohne das verbrennt ihr Budget, ohne zu wissen wofür.
00 / Nachfrage

Welche Suchanfragen für Restaurants & Gastronomie wirklich zählen

Nicht jedes relevante Keyword hat denselben wirtschaftlichen Wert. Kampagnen und Landing Pages sollten deshalb entlang der tatsächlichen Entscheidungssituation aufgebaut sein.

  • Lokale Restaurantwahl: Küche, Stadtteil, „jetzt geöffnet“ und Reservierung bilden unmittelbare Nachfrage. Speisekarte, Verfügbarkeit und Standort müssen mobil schnell erfassbar sein.
  • Anlassbezogene Suche: Gruppen, Firmenfeier, Hochzeit oder Catering haben höhere Warenkörbe und längere Entscheidungen. Dafür braucht es eigene Angebotsseiten und qualifizierende Anfragen.
  • Bestellung und Abholung: Liefergebiet, Mindestbestellwert und Marge entscheiden, ob bezahlte Nachfrage wirtschaftlich ist. Plattform- und Direktbestellungen sollten getrennt gemessen werden.
01 / Wirtschaftlichkeit

Was Google Ads für Restaurants & Gastronomie wirtschaftlich macht

Die folgenden Korridore sind keine Garantie. Sie helfen dabei, Budget, Suchnachfrage und Geschäftswert in eine realistische Relation zu setzen.

Budgetkorridor

Einzelnes Restaurant / Café
300-800 €/Monat
Lieferdienst / Catering regional
800-2.500 €/Monat
Restaurantkette / Franchise (3-10 Standorte)
2.500-8.000 €/Monat
Ghost Kitchen / reine Liefermarke
1.500-5.000 €/Monat

Wichtig: Unter 300 €/Monat lohnt sich Google Ads in der Gastro selten - der lokale Radius ist klein und die Margen dünn. Lieferdienste brauchen mehr Budget wegen höherer Bestellfrequenz.

Klickpreise

Lokale Bestell-Keywords ("pizza bestellen [stadt]")
0,80-2,50 €
Restaurant-Suche ("restaurant [stadtteil]")
0,50-1,80 €
Catering-Keywords ("catering [stadt] firmenevent")
2-6 €
Lieferdienst-Keywords ("essen liefern lassen [stadt]")
1,50-4 €
Reservierung ("tisch reservieren [restaurant/stadt]")
0,60-2 €

DACH-Unterschiede: Schweiz ca. 2x teurer, Österreich auf deutschem Niveau. In der Schweiz sind Catering-Keywords besonders hochpreisig (CHF 8-15).

Conversion-Korridore

Online-Bestellung (eigene Website)
6-12%
Anruf-Conversions (Reservierung/Bestellung)
10-18%
Tischreservierung online (OpenTable, resmio etc.)
8-15%
Catering-Anfrage (Formular)
3-7%

Stark abhängig von der Benutzerfreundlichkeit des Bestellsystems. Restaurants mit eigenem Online-Bestellsystem performen 3-4x besser als solche, die nur eine Telefonnummer zeigen.

02 / Kampagnenstrategie

Wo Budget arbeiten soll - und wo nicht

Eine gute Branchenstrategie beginnt mit Ausschluss. Erst wenn Ziel, Suchintention und Messung zusammenpassen, darf Automatisierung skalieren.

Was funktioniert

  • Search Exact/Phrase Match auf Bestell-Intent: "pizza bestellen [stadt]", "catering [stadt]", "restaurant [stadtteil] reservierung"
  • Performance Max für Standortziele mit Google Business Profile - für Routenplanungen und lokale Nachfrage rund um Öffnungszeiten
  • Performance Max mit Standort-Assets, Speisekarten-Bildern und Aktionsangeboten (z.B. Mittagsmenü)
  • Responsive Search Ads mit Anruf-Assets für Reservierungen und Catering-Anfragen - nur zu Zeiten ausspielen, in denen das Telefon besetzt ist
  • Video Ads (YouTube Shorts) als Remarketing auf Besucher der Speisekarte - kurze Food-Videos performen überraschend gut

Was meist nicht funktioniert

  • Display Prospecting - Gastronomie ist ein Impuls- und Bedarfsgeschäft, keine langfristige Awareness nötig
  • Broad Match ohne Smart Bidding - zieht "restaurant bewertung", "koch ausbildung", "rezept pizza" etc. an
  • Search auf generische Keywords wie "essen" oder "restaurant" ohne Stadtname - viel zu breit, kein lokaler Intent
  • Shopping Campaigns - nicht relevant, außer für Gastro-E-Commerce (Gewürze, Saucen etc.)
03 / Praxis

Die häufigsten Fehler und unterschätzten Hebel

Budgetverluste vermeiden

  1. Kein Conversion-Tracking für Bestellungen - viele Gastronomen schalten Ads ohne zu wissen, ob eine einzige Bestellung darüber kam
  2. Anzeigen laufen 24/7 - Budget wird nachts um 3 Uhr verbrannt, wenn niemand bestellt. Ad Schedule auf Öffnungszeiten + 30 Min. vorher setzen
  3. Keine mobil-optimierte Bestellseite - 80%+ der Gastro-Suchen sind mobil, eine schlechte mobile Seite killt die Conversion Rate
  4. Google Business Profile nicht gepflegt - veraltete Öffnungszeiten, keine Fotos, keine Speisekarte = verlorenes Vertrauen
  5. Liefergebiet nicht als Standort-Targeting - Anzeigen werden in der ganzen Stadt ausgespielt, obwohl nur in 3 Stadtteile geliefert wird

Was oft besser funktioniert als erwartet

  • Tageszeit-basierte Anzeigentexte - "Jetzt Mittagstisch bestellen" (11-14 Uhr) vs. "Heute Abend einen Tisch reservieren" (16-19 Uhr) steigert CTR um 30-50%
  • Wetter-Trigger - an Regentagen Lieferdienst-Ads pushen, an sonnigen Tagen Biergarten/Terrasse bewerben (über Scripts oder Regeln)
  • Speisekarten-Bilder in Performance Max - hochwertige Food-Fotos in Asset-Gruppen performen deutlich besser als Stock-Fotos
  • Remarketing auf Speisekarten-Besucher - wer die Karte angeschaut aber nicht bestellt hat, kommt mit 15% Rabatt-Ad oft zurück
04 / Messung

Das Tracking entscheidet, was Google lernt.

Formular-Leads sind selten das eigentliche Geschäftsziel. Gute Kampagnen geben Google Qualität, Wert und spätere Abschlüsse zurück.

  • Anruf-Tracking ist Pflicht - 40-60% der Reservierungen und Bestellungen kommen telefonisch, besonders beim Catering
  • Bestellsystem-Integration - Conversion-Tracking muss ins Bestellsystem (Lieferando-Eigen, shop.ORDER, SIDES etc.) integriert werden, nicht nur auf die Danke-Seite
  • Lokale Aktionen differenziert bewerten - Routenplanungen und Anrufe sind nur Näherungen; echte Reservierungen, Bestellungen und Catering-Umsatz bleiben die relevanten Geschäftsziele
  • Umsatzwerte als Conversion-Wert - durchschnittlichen Bestellwert (AOV) als Conversion-Wert hinterlegen, damit ROAS-Optimierung möglich wird
05 / Umsetzung

Ein sinnvoller Ausbau in vier Etappen

Die Reihenfolge ist bewusst konservativ: erst Messung und Suchintention, dann Automatisierung und Reichweite.

  1. Start: Search Kampagne auf Top-5 Bestell-Keywords + Anruf-Tracking + Google Business Profile Optimierung
  2. Monat 2: Standortziele und Google Business Profile sauber anbinden, Bestellseite mobil optimieren, Remarketing starten
  3. Monat 3: Performance Max mit Food-Fotos, Tageszeit-Anzeigen, saisonale Aktionen (Weihnachtsmenü, Sommerkarte)
  4. Monat 4+: Catering-Kampagne separat aufbauen (höhere Margen), Video-Ads für Markenaufbau, zweiten Standort abdecken
06 / Zusammenarbeit

Die passenden Bausteine für Restaurants & Gastronomie

Nicht jedes Konto braucht jeden Service. Der Einstieg richtet sich nach dem größten Engpass zwischen Nachfrage, Landing Page, Messung und Kampagnensteuerung.

Nächster Schritt

Lass uns dein Google Ads Potenzial gemeinsam einordnen.

Im kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch klären wir, ob Messung, Kampagnenstruktur, Landing Pages oder Gebotsstrategie zuerst verbessert werden sollten.

Kostenlos und unverbindlich

Methodik: Die genannten Bandbreiten sind Orientierungswerte aus dem DACH-Markt und aus Agenturerfahrung. Die tatsächliche Wirtschaftlichkeit hängt von Region, Wettbewerb, Angebot, Marge, Vertriebsprozess und Datenqualität ab. Vor einer Budgetentscheidung prüfen wir deshalb immer die konkrete Ausgangslage.