AI & Automation

Conversion-Modellierung — Was ist das?

Conversion-Modellierung ist eine KI-basierte Technologie von Google Ads, die fehlende Conversion-Daten durch maschinelles Lernen ergänzt und schätzt. Sie hilft dabei, ein vollständigeres Bild der tatsächlichen Werbeleistung zu erhalten, auch wenn nicht alle Conversions direkt messbar sind.

Ausführliche Erklärung

In der heutigen cookielosen Welt wird es immer schwieriger, alle Conversions korrekt zu messen. iOS 14.5 Updates, DSGVO-Einschränkungen und das nahende Ende der Third-Party-Cookies sorgen dafür, dass durchschnittlich 15-30% der tatsächlichen Conversions nicht erfasst werden. Hier springt die Conversion-Modellierung ein. Google nutzt Machine Learning, um diese Datenlücken zu schließen und dir ein realistischeres Bild deiner Kampagnenleistung zu liefern. Die Technologie analysiert verfügbare Conversion-Daten von Nutzern, die dem Tracking zugestimmt haben, und extrapoliert daraus Muster für ähnliche Nutzergruppen. Dabei fließen Faktoren wie Gerätetype, Standort, Tageszeit und Anzeigeninteraktionen in die Berechnung ein. Praktisch bedeutet das: Wenn dein Online-Shop normalerweise 100 Conversions pro Tag über Google Ads generiert, aber aufgrund von Tracking-Einschränkungen nur 75 gemessen werden, ergänzt die Modellierung die fehlenden 25 Conversions basierend auf statistischen Mustern. In Google Ads erkennst du modellierte Conversions an einem kleinen Modell-Symbol in den Berichten. Besonders im DACH-Raum, wo Datenschutz-Bewusstsein hoch ist und viele Nutzer Cookies ablehnen, kann die Conversion-Modellierung den Unterschied zwischen profitablen und scheinbar unprofitablen Kampagnen ausmachen. Die Technologie wird auch für die Gebotsoptimierung verwendet – Smart Bidding-Strategien nutzen sowohl gemessene als auch modellierte Conversions für bessere Entscheidungen. Wichtig zu verstehen: Es handelt sich um Schätzungen, nicht um exakte Messwerte, aber Google gibt an, dass die Genauigkeit bei über 95% liegt.

Praxis-Tipp: So nutzt du Conversion-Modellierung richtig

Aktiviere die Conversion-Modellierung in deinen Conversion-Aktionen, aber behalte sowohl modellierte als auch 'nur beobachtete' Daten im Blick – nutze beide Ansichten für eine vollständige Analyse. Achte darauf, dass du mindestens 300 Conversions in 30 Tagen hast, damit die Modellierung zuverlässig funktioniert – bei weniger Daten sind die Schätzungen oft ungenau. Vertraue bei der Budgetplanung nicht blind auf modellierte Daten: Nutze sie als Orientierung, aber plane konservativ mit den tatsächlich gemessenen Conversions, besonders bei kleineren Accounts unter 1.000 Conversions pro Monat.

Du willst Conversion-Modellierung optimieren?

Unser Google Ads Audit zeigt dir genau, wo du stehst und was du verbessern kannst.

Kostenloses Audit anfragen